Der Trend in der Instandhaltung ist aktuell, vom zeitabhängigen Austausch und Ersatz zu optimierten Methoden und Verfahren zu gelangen, die näher an das „reale Ende“ der Nutzungsdauer einzelner Betriebsmittel herankommen. Dabei werden neben technischen Zuständen Faktoren wie technische und betriebswirtschaftliche Wichtigkeit, Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit, Image etc. in die Betrachtung einbezogen. Hierdurch wird die bisherige Time-Based-Maintenance zur Condition-Based-Maintenance (CBM) oder zur Reliability-Centered-Maintenance (RCM) erweitert.
Wo noch vor kurzem turnusmäßig Verschleißteile nach festen Intervallen gewechselt wurden, wird heute versucht, die Lebensdauer der genutzten Betriebsmittel optimal auszuschöpfen. Für Betriebsmittel, die bisher wie gewohnt in der Time-Based-Maintenance bearbeitet werden, muss dafür der aktuelle Abnutzungsvorrat genauer ermittelt werden, um das Ende der Lebensdauer abzuschätzen.
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Ziel ist es, den wahrscheinlichen Ausfallzeitpunkt des Betriebsmittels möglichst genau vorhersagen zu können, so dass die Einleitung von Ersatzmaßnahmen oder Instandhaltungs- bzw. Instandsetzungsmaßnahmen zeitgerecht und mit geringem Risiko durchgeführt werden kann.
Um eine Abschätzung dieses Zeitpunktes vorzunehmen, wird das Betriebsmittel üblicherweise „inspiziert“. Die vorgefundenen Zustände werden bewertet und abhängig vom Ergebnis dieser Bewertung werden Maßnahmen eingeleitet (CBM).
Durch die Einführung von weiteren Bewertungskriterien wie Wichtigkeiten, Prioritäten oder betriebswirtschaftliche Einflussfaktoren wird eine zuverlässigkeitsorientierte Instandhaltungsstrategie (RCM) erreicht. Die Gewichtung der einzelnen Faktoren kann in den differierenden Betriebsmittelgruppen durchaus unterschiedlich aufgebaut sein.
Bei der Erweiterung zu risikoorientierten Instandhaltungsstrategien (Risk Based Maintenance, RBM) werden die wirtschaftlichen Auswirkungen und das Risiko von Ausfallzeiten deutlich intensiver in die Betrachtungen einbezogen.
Die Wahl der jeweiligen Instandhaltungsmethodik wird je Betriebsmittelgruppe unterschiedlich ausfallen, d.h. für Teile des Anlagenbestandes werden weiterhin ereignisorientierte oder zyklische Instandhaltungsmaßnahmen eingeleitet werden. Für andere Betriebsmittelgruppen kann jedoch durch den Einsatz einer zustands- oder zuverlässigkeitsorientierten Instandhaltung das optimale Kosten-Nutzen-Verhältnis erreicht werden.
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