Operatives Asset Management

 

Mit Hilfe von Softwaresystemen ist die Steuerung der operativen Prozesse so zu unterstützen, dass die Netzservicegesellschaft eine höhere Wirtschaftlichkeit in den Betriebsabläufen erzielen kann. Der Netzservice ist somit an einer gezielten Maßnahmenplanung, an einer optimierten Steuerung der Mitarbeiter und an einer effizienteren Datenpflege interessiert. Durch die heterogene Struktur der Versorgerlandschaft in Deutschland, stehen jeweils unterschiedliche Prozesse mit variierenden Prozessmerkmalen im Fokus. Nachfolgend werden die Prozesse kurz skizziert, die im Mittelpunkt des operativen Asset Managements stehen:
 
Betriebsmittelverwaltung und -pflege:
Die strukturierte Verwaltung von Anlagen und Leitungen bildet die Basis für eine sich stetig verbessernde Steuerung der Netzbetriebsprozesse. Darüber hinaus werden die Versorgungsunternehmen durch die sich verändernden Anforderungen zu fundierten Aussagen über ihre Netze und dem Netzverhalten aufgefordert.

 

Es sind die Datenpflegeprozesse so zu gestalten, dass zum einen der Pflegeaufwand möglichst reduziert und zum anderen die Entstehung von Inkonsistenzen bei heterogenen Systemlandschaften vermieden wird. Hier spielen integrierte Szenarien (z.B. Kopplung zwischen GIS, MABI und SAP) eine wesentliche Rolle.

 

Instandhaltungsmanagement:
Das Gros der Instandhaltungsmaßnahmen besteht aus geplanten Aufträgen, die zudem überwiegend zyklischen Charakter besitzen. Die strukturierte Planung und Dokumentation ist eines der Ziele eines operativen Asset Managementsystems. Es sind mit der Software Einsätze und Maßnahmen unterschiedlicher Natur zu planen, es sind Kosten abzuschätzen oder zu summieren, es sind Aufträge zu vergeben und an die betriebswirtschaftlichen Abteilungen zu überführen. Die Verknüpfung zum Störungsmanagement oder Workforce Management sowie eine methodische Erweiterung unter Berücksichtigung einer wissensbasierten Anlagenbewertung müssen darüber hinaus jederzeit möglich sein.

 

Baumaßnahmen:
Die Steuerung, die terminliche Planung und die Fortschrittskontrolle von Baumaßnahmen sind für eine effiziente Realisierung von Bauprojekten notwendig. Es sind Budgetplanungen durchzuführen, Verantwortlichkeiten zu bestimmen oder Einsätze von Mitarbeitern und Ressourcen zu planen. Die Einbindung in die betriebswirtschaflichen Prozesse ist ebenso sinnvoll, wie die Darstellung von Projekten und Projektphasen im GIS.

 

Störungsmanagement:  
Das Störungsmanagement besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten:

Darüber hinaus muss es eine Erweiterungsmöglichkeit geben, die eine Überführung von Störungsmeldungen in geplante Instandhaltungsmaßnahmen gewährleistet. Ferner ist insbesondere bei regionalen Flächenversorgern eine performante Einsatzplanung zur Störungsbekämpfung gefragt, die ein System optional bieten muss.

 

Workforce Management:
In den letzten Jahren hat sich der Begriff Workforce Management geschärft. Grob lassen sich zwei Themenfelder separieren:

Durch die Einführung der mobilen Systeme wird ein vollständig digitaler Datenfluss geschaffen, mit dem fehleranfällige Medienbrüche vermieden werden.

 

Anlagenbewertung:
Um aufgrund von Effektivitätsvorgaben in einer Liste von anstehenden Instandhaltungsmaßnahmen Prioritäten vergeben zu können, werden bei vielen Versorgungsunternehmen Bewertungsmethoden getestet oder eingeführt. Aus Sicht der SAG bestehen durch Einführung einer solchen zustands- oder zuverlässigkeitsorientierten Instandhaltungsmethodik die größten Einsparungspotenziale für den Netzservice. Aus diesem Grunde finden Sie Details in Abschnitt Anlagenbewertung dieser Internetpräsenz.

 

 

Ziel ist es, den wahrscheinlichen Ausfallzeitpunkt des Betriebsmittels möglichst genau vorhersagen zu können, so dass die Einleitung von Ersatzmaßnahmen oder Instandhaltungs- bzw. Instandsetzungsmaßnahmen zeitgerecht und mit geringem Risiko durchgeführt werden kann. Um eine Abschätzung dieses Zeitpunktes vorzunehmen, wird das Betriebsmittel „inspiziert“. Die vorgefundenen Zustände werden bewertet und abhängig vom Ergebnis dieser Bewertung werden Maßnahmen eingeleitet (CBM).

 

Durch die Einführung von weiteren Bewertungskriterien wie Wichtigkeiten, Prioritäten oder betriebswirtschaftliche Einflussfaktoren wird eine zuverlässigkeitsorientierte Instandhaltungsstrategie (RCM) erreicht. Die Gewichtung der einzelnen Faktoren kann in den differierenden Betriebsmittelgruppen durchaus unterschiedlich aufgebaut sein.

 



 

Bei der Erweiterung zu risikoorientierten Instandhaltungsstrategien (Risk Based Maintenance, RBM) werden die wirtschaftlichen Auswirkungen und das Risiko von Ausfallzeiten deutlich intensiver in die Betrachtungen einbezogen.

 

Die Wahl der jeweiligen Instandhaltungsmethodik wird je Betriebsmittelgruppe unterschiedlich ausfallen, d.h. für Teile der Anlagen werden weiterhin ereignisorientierte oder zyklische Instandhaltungsmaßnahmen eingeleitet werden. Für andere Betriebsmittelgruppen kann jedoch durch den Einsatz einer zustands- oder zuverlässigkeitsorientierten Instandhaltung das optimale Kosten-Nutzen-Verhältnis erreicht werden.

News

 

22.07.10 Die neue xRCM Produktbroschüre ist erschienen

xRCM - Reliability Centered Maintenance mit SAP


21.07.10 Die neue MABI2.0 Produktbroschüre ist erschienen

Modulare Anlagenbewertung und Instandhaltung


 
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